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PROSOLVIN® ad us. vet. - Injektionslösung | Drucken |

prosolvin

 

 

 

 

 

 

 

 



Luteolytikum für Rinder, Schafe, Pferde und Schweine

Zusammensetzung 
- Wirkstoff: Luprostiolum 7.5 mg 
- Hilfsstoffe: Propylenglycolum, excip., Aqua ad iniectabilia ad 1.0 ml 
- galenische Form: Injektionslösung

Fachinformationen Wirkstoffe/Inhaltsstoffe (CliniPharm) 
Luprostiol

Eigenschaften/Wirkungen 
Luprostiol ist das synthetische Analogon zum Prostaglandin F2α. Pharmakologisch hat PROSOLVIN eine ähnliche Wirkung wie PGF2α, seine luteolytischen Eigenschaften sind jedoch ausgeprägter und die Wirkung auf glatte Muskelfasern reduziert. PROSOLVIN kann bei allen Nutztieren angewendet werden. PROSOLVIN führt umgehend zur Regression eines mindestens 5 Tage alten Corpus luteum. Anschliessend kommt es zu Follikel-Wachstum, Oestrus und Ovulation.

Pharmakokinetik 
Nach intramuskulärer Injektion wird Luprostiol rasch von der Injektionsstelle resorbiert und erreicht die maximale Plasmakonzentration innerhalb 30 Minuten. Luprostiol wird nicht spezifisch in Organen und Geweben gespeichert, nur in Leber, Niere und Fett sind während der maximalen Plasmakonzentration nennenswerte Konzentrationen messbar. Luprostiol wird hauptsächlich durch β-Oxydation und anschliessender Sulfoxylation metabolisiert. Es wird rasch eliminiert, über 80% der verabreichten Dosis werden hauptsächlich über den Urin 24 Stunden nach Injektion ausgeschieden.

Indikationen
Kuh, Färse 

Brunstsynchronisation, Einleitung der Brunst bei Suboestrie, Azyklie, Follikel-Lutein-Zysten, Corpusluteum-Zysten, Endometritis und Pyometra, Trächtigkeitsunterbrechung bei unerwünscht gedeckten Tieren innerhalb von 150 Tagen nach der Belegung, Austreibung mumifizierter Früchte, Geburtseinleitung.

Stute 
Suboestrie/Anöstrie infolge persistierenden Gelbkörpers, Brunstinduktion nach übergangener Fohlenrosse (Laktationsanoestrie) und nach embryonalem Fruchttod, kleinzystische Veränderung der Ovarien, Trächtigkeitsunterbrechung innerhalb von 150 Tagen nach der Belegung, Geburtseinleitung.

Sau 
Geburtseinleitung

Schaf 
Brunstinduktion

Dosierung/Anwendung
Rind 
Brunstsynchronisation:
Kühe 2 ml/Tier, Färsen: 1 ml/Tier i.m. (als einmalige Injektion) 
1. Bei bekanntem Zyklusstand erhalten Kühe und Färsen zwischen Tag 5 und Tag 16 des Zyklus eine einmalige intramuskuläre Injektion. Besamung oder Belegung erfolgen entweder entsprechend dem Verlauf der nach der Injektion spontan auftretenden Brunst oder zeitlich fixiert 72 h und 96 h nach der Behandlung. 
2. Bei unbekanntem Zyklusstand erhalten Kühe und Färsen zwei intramuskuläre Injektionen im Abstand von 10 bis 11 Tagen. Die Besamung bezw. Belegung erfolgt nach der 2. Behandlung wie unter 1. beschrieben
Trächtigkeitsabbruch: (möglich bis 5 Monate nach der unerwünschten Belegung) 2 ml PROSOLVIN/Tier i.m. Der Abort tritt 2 bis 7 Tage nach der Behandlung ein. In Sonderfällen, z.B. bei Zwillingsabort, muss die Behandlung wiederholt werden.

Stute 
1 ml PROSOLVIN/Tier i.m. Soll eine Rosse ausgelöst werden, genügt eine einmalige Injektion. Für die Behandlung kleinzystischer Veränderungen der Ovarien kann, falls keine Rosse eintritt, die Behandlung wiederholt im Abstand von 3 Tagen erfolgen. Um eine Geburt einzuleiten genügt eine einmalige Injektion. Für einen Trächtigkeitsabbruch kann die angegebene Dosis alle 12 Stunden mehrmals verabreicht werden.

Sau 
1 ml PROSOLVIN/Tier i.m. als einmalige Injektion ab dem 111. Tag der Trächtigkeit.

Aue 
0,5 ml PROSOLVIN/Tier i.m. als einmalige Injektion.

Anwendungseinschränkungen 
Kontraindikationen: Trächtigkeit, falls nicht die Einleitung einer Geburt oder eines Aborts beabsichtigt ist.

Unerwünschte Wirkungen 
VetVigilance: Pharmacovigilance/Vaccinovigilance-Meldung erstatten. Wie bei anderen Massnahmen zur Geburtseinleitung ist nach der Anwendung von PROSOLVIN mit vermehrtem Auftreten von Retentionen zu rechnen. Bei Stuten wird in wenigen Ausnahmefällen vorübergehendes Schwitzen, weicher Kot und Erhöhung der Atemfreqenz in Zusammenhang mit einer Abort- oder Geburtseinleitung beobachtet.

Absetzfristen 
Essbare Gewebe: 24 h
Milch: 1. Gemelk nach Applikation verwerfen

Wechselwirkungen 
Keine.

Sonstige Hinweise 
PROSOLVIN ist von Schwangeren fernzuhalten. Asthmatiker und Patienten mit anderen Erkrankungen der Atemwege sollen mit PROSOLVIN nicht in Kontakt kommen. Bei eventueller Kontamination der Haut soll diese sofort mit Wasser und Seife gereinigt werden. Vor Licht geschützt und bei Raumtemperatur (15 - 25°C) aufbewahren. Nach der ersten Entnahme höchstens 28 Tage verwenden. Medikament für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Packungen 
Injektionslösung 10 ml 

Abgabekategorie: A

Hersteller: Intervet International 

Vetrieb: Veterinaria Ag, Zürich

Auslieferung: Virbac AG, Glattbrugg

Swissmedic Nr. 43'979

Informationsstand: Juli 2008

 

Kontakt

VIRBAC Schweiz AG
Europastrasse 15
Postfach
8152 Glattbrugg

Tel. 044 809 11 22
Fax 044 809 11 23

Virbac Group

www.virbac.com

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