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Bakterizides Antibiotikum für Hunde, Katzen, Kälber, Jungrinder und Ferkel
Zusammensetzung
Gentamicinum 40 mg
(ut Gentamicini sulfas 68 mg)
Conserv. (E216, E218), Antiox. (E222)
Excip. ad solut. inject. ad 1 ml
Eigenschaften/Wirkungen
Gentamicin gehört zur Gruppe der Aminoglykosid-Antibiotika. Durch die Beeinflussung der bakteriellen Proteinsynthese mit ribosomalem Angriffspunkt kommt es zu einem bakteriziden Effekt. Gentamicin weist ein breites Wirkungsspektrum auf; die meisten gram-positiven und gram-negativen Keime werden erfasst, insbesondere Problemkeime wie Pseudomonas aeruginosa, Proteus sp., Klebsiellen, E. coli, Enterobacter aerogenes, Salmonellen, Staphylokokken-sp. und Streptokokken-sp.
Gentamicin sollte vor allem bei Keimen eingesetzt werden, die gegenüber herkömmlichen Antibiotika resistent sind.
Pharmakokinetik
Nach der parenteralen Verabreichung wird eine schnelle Resorption und Verteilung beobachtet. Serumspitzenwerte sind bereits 30-60 Minuten nach Applikation meßbar. Gentamicin wird hauptsächlich durch die Nieren in unveränderter Form ausgeschieden. Die geringe tubuläre Rückresorption (20-40%) garantiert gute Therapieerfolge bei Pyelonephritis.
Indikationen
Therapie von Infektionen, verursacht durch Gentamicin-empfindliche Keime:
Hund und Katze:
- Infektionen der oberen und unteren Atemwege
- Infektionen des Urogenitaltraktes
- Infektionen des Gastrointestinaltraktes
- Infektionen der Haut
Kalb und Jungrind:
- Infektionen des Gastrointestinaltraktes
- Infektionen der Atemwege
- Infektionen des Urogenitaltraktes Colidiarrhoe
- Septikamien, Polyarthritis
Ferkel:
- Neonatale Colidiarrhoe
Dosierung/Anwendung
Gentamicin kann intramuskulär, subkutan oder langsam intravenös verabreicht werden.
Hund und Katze:
1 ml pro 5 kg KGW (entspricht 8 mg/kg KGW/Tag), einmal täglich während 3 Tagen.
Kalb und Jungrind: 8 ml pro 100 kg KGW (entspricht 3 mg/kg KGW/Tag), einmal täglich während 3 Tagen.
Ferkel:
einmalige Dosis von 0,12 ml pro Ferkel (entspricht 5 mg/Ferkel)
Anwendungseinschränkungen
Kontraindikationen:
Nierenfunktions-Störungen und Trächtigkeit (Plazentarschranke).
Gleichzeitige Anwendung mit Diuretica oder nephrotoxischen Substanzen sollte vermieden werden.
Unerwünschte Wirkungen
Bei länger dauernder Anwendung von Gentamicin können Nierenparenchymschäden auftreten. Zudem besteht die Möglichkeit der Neuro- und Ototoxizität.
Absetzfristen
Fleisch: 7 Tage
Injektionsstelle und Organe: 7 Wochen
Wechselwirkungen
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Gentamicin und Anästhesika kann es zu neuromuskulären Blockaden kommen.
Sonstige Hinweise
Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Aufbrauchfrist nach erster Entnahme: 28 Tage.
Packungen
Durchstichflasche zu 50 ml.
Swissmedic: 48 304 (A)
Stand der Information: März 1997
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