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Schnelltest zur in-vitro Diagnostik
KLINISCHE BEDEUTUNG
Katzen mit einer Coronavirus-Infektion können eine Vielfalt an
klinischen Symptomen zeigen. Der klassische Übertragungsweg erfolgt
über oronasale Aufnahme des Virus und führt zur Entwicklung einer
Enteritis, die mit transienter oder kontinuierlicher Virusausscheidung
mit dem Kot einhergeht. Die meisten Katzen scheiden das enterale
Coronavirus innerhalb weniger Wochen aus. Manche Tiere bleiben
jedoch asymptomatische Träger und Ausscheider des Virus und stellen
somit eine ständige Infektionsquelle für andere Katzen dar.
In manchen Fällen kommt es während der Virusreplikation im
Gastrointestinaltrakt zu Mutationen, die eine schwere systemische
Erkrankung verursachen: die feline infektiöse Peritonitis oder FIP. FIP
betrifft vorwiegend junge Katzen im Alter zwischen vier Monaten und
zwei Jahren, während Katzen über fünf Jahren seltener an der Infektion
erkranken. Die klinisch manifeste FIP kann in zwei verschiedenen
Formen auftreten:
- Die „feuchte” (exudative) Form ist durch Aszites, Pleura- oder
Perikarderguss gekennzeichnet.
- Die „trockene” Form führt zu einem generellen Verlust an
Körperkondition (Gewichtsverlust, Apathie, Fieber) und gelegentlich
auch zu okulären und/oder neurologischen Symptomen.
Der Nachweis von Anti-Coronavirus-Antikörpern liefert einen
Hinweis auf den Erkrankungsstatus einer Katze und ermöglicht eine
Beurteilung der potenziellen Virusausscheidung über den Kot dieses
Tieres. Der Coronavirus-Antikörpertiter ist aber auch ein nützlicher
Parameter, der in Kombination mit der klinischen Symptomatik die
Diagnose der FIP ermöglicht.
TESTPRINZIP
Bei Speed F-Corona handelt es sich um einen immunchromatografischen
qualitativen Schnelltest zum von Anti-Coronavirus-Antikörpern bei
Katzen nachweist.
Für jeden Test wird ein Tropfen der Probe (Serum, Plasma,
antikoaguliertes Vollblut oder Exsudat) auf das Probenfeld aufgebracht.
In diesem Feld binden die gefärbten Partikel des Konjugats an
etwaige in der Probe vorhandene Coronavirus-Antikörper. Die so
gebildeten Konjugat-Antikörper-Komplexe wandern aufgrund der
Kapillarität über die Fließmembran. Sie werden von spezifischen
membranfixierten Coronavirus-Antigenen gebunden, sodass es durch
Akkumulation der gefärbten Partikel zur Bildung einer rosaroten
Testlinie kommt. Die Probenlösung wandert auf der Fliessmembran
weiter bis zum Kontrollbereich am Ende des Ablesefensters, wo die
restlichen Farbpartikel eine rosaroten Kontrolllinie bilden, was die
Gültigkeit des Tests bestätigt.
DURCHFÜHRUNG DES TESTS
BENÖTIGTE MATERIALIEN:
1 Testplättchen, 1 Einmalpipette und 1 Tropfflasche Reagenslösung.
Alle Testkomponenten sollten bei der Verwendung Raumtemperatur
aufweisen.
Reagenzien aus unterschiedlichen Chargen nicht untereinander
austauschen.
1/AUFTRAGEN DER PROBE:
Serum, Plasma, antikoaguliertes Vollblut (EDTA- oder Heparin-Blut)
oder Exsudat: Mit senkrecht gehaltener Einmalpipette 1 Tropfen der
Probe auf das Probenfeld auftragen.
2/ZUGABE DER REAGENZLÖSUNG:
- Die Reagenzlösung unmittelbar nach dem Auftragen des
Probenmaterials hinzufügen. Dazu die Tropfflasche senkrecht halten
und 5 Tropfen der Reagenzlösung auf das Probenfeld geben.
- Ist innerhalb von 2 Minuten keine Migration der Flüssigkeit über die
Fließmembran zu beobachten, weitere 2 Tropfen der Reagenzlösung
hinzugeben.
3/ABLESEN UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE:
• ABLESEN:
Warten Sie mit dem Ablesen:
20 Minuten, wenn Sie Vollblut mit Gerinnungshemmern, Serum
oder Plasma als Probenmaterial verwendet haben;
40 Minuten, wenn Sie Exsudat als Probenmaterial verwendet
haben.
- NEGATIVES TESTERGEBNIS: Das Ergebnis ist negativ, wenn nur 1
rosarote Linie (Kontrolllinie) zu sehen ist.
- POSTIVES TESTERGEBNIS: Das Ergebnis ist positiv, wenn
2 rosarote Linien (Testlinie + Kontrolllinie) deutlich zu erkennen
sind.
Bei Erscheinen einer rosaroten Testlinie innerhalb von 15 Minuten
Migration der Testlösung über die Fließmembran kann auf ein positives
Testergebnis geschlossen werden. Jede Färbung des Teststreifens,
selbst eine schwache, ist als positives Ergebnis zu werten.
- Ist keine Kontrolllinie zu sehen, ist der Test ungültig.
• INTERPRETATION:
Ein positives Testergebnis bedeutet, dass die Katze in der Vergangenheit
Kontakt mit dem felinen Coronavirus hatte. Seropositive Katzen
können das Virus mit dem Kot ausscheiden.
Bei kranken Katzen ermöglicht der Speed F-Corona in Verbindung mit
anderen diagnostischen Tests eine Beurteilung der Wahrscheinlichkeit
einer Coronavirus-Infektion als Krankheitsursache. Allerdings
können gegen Ende des Krankheitsprozesses die zirkulierenden
Antikörperspiegel aufgrund der gebildeten Immunkomplexe reduziert
sein, sodass es zu falsch negativen Ergebnissen kommen kann.
EMPFEHLUNGEN
• HALTBARKEIT:
- 24 Monate bei Raumtemperatur (ab Herstellungsdatum). Das
Verfallsdatum ist auf jeder Testverpackung und jedem Karton
aufgedruckt.
- Bei Raumtemperatur (zwischen +2°C und +30°C) lagern. Exposition
gegenüber extremer Hitze oder Kälte vermeiden.
• LAGERUNG DER PROBEN:
- Serum, Plasma, antikoaguliertes Vollblut und Exsudat müssen bei
der Verwendung als Probenmaterial Raumtemperatur aufweisen.
- Lagerung der Proben bis zu 24 Stunden: Serum, Plasma,
antikoaguliertes Vollblut und Exsudat bei Raumtemperatur lagern.
- Lagerung der Proben zwischen 24 und 72 Stunden: Serum,
Plasma und Exsudat bei +2°C bis +8°C lagern (Kühlschrank). Wird
Vollblut mehrere Stunden lang bei +2°C bis +8°C gelagert, kann es
zur Hämolyse kommen (mit bloßem Auge nicht sichtbar), was die Ergebnisinterpretation beeinträchtigen kann.
- Lagerung der Proben für mehr als 72 Stunden: Serum, Plasma
oder Exsudat sind bei -20°C zu lagern. Vollblutproben dürfen nicht
eingefroren werden.
• VORSICHTSMASSNAHMEN UND HINWEISE:
- Um die korrekte Migration der Probe über die Fließmembran
zu gewährleisten, muss der Test auf einer ebenen, waagerechten
Fläche liegen.
- Um die für jeden Test empfohlene Probenmenge zu
standardisieren, sind nur die im Lieferumfang enthaltenen
Einmalpipetten zu verwenden.
- Um ein korrektes Auftragen von Probe und Reagenzlösung zu
gewährleisten, müssen Pipette bzw. Tropfflasche stets senkrecht
gehalten werden.
• SONSTIGE EMPFEHLUNGEN:
- Das Ablesefenster kann eine leicht rosafarbene Hintergrundfärbung
aufweisen; dies hat keinerlei Auswirkung auf die Qualität der
Testergebnisse.
- Reagenzien aus unterschiedlichen Chargen nicht untereinander
austauschen.
- Die Reagenzien vor der Verwendung Raumtemperatur annehmen
lassen.
- Für jeden Test eine frische Einmalpipette verwenden. Nur die
mitgelieferten Pipetten verwenden.
Diese Empfehlungen können lediglich als Leitfaden dienen. Kein
diagnostisches Verfahren ist immer und unter allen Umständen
hundertprozentig genau. Ziel dieses Tests ist es, Antikörper
gegen das feline Coronavirus nachzuweisen und damit den
praktizierenden Tierarzt bei der Diagnose der felinen infektiösen
Peritonitis (FIP) zu unterstützen. Im Hinblick auf eine Diagnose
müssen Testergebnisse stets unter Berücksichtigung der Anamnese,
des Befundes einer umfassenden klinischen Untersuchung und der
Resultate anderer diagnostischer Tests interpretiert werden. Die
definitive Diagnosestellung ist das Vorrecht des Tierarztes und liegt
allein in dessen Verantwortungsbereich.
Bio Véto Test und seine Vertreiber können nicht für Konsequenzen,
die sich aus der falschen Handhabung des Tests oder einer
Fehlinterpretation der Testresultate ergeben, haftbar gemacht
werden.
Handelsform
Testkit mit 6 Tests
Hersteller
Bio Véto Test, F-83500 La Seyne sur Mer
Vertrieb
Virbac AG, 8152 Glattbrugg
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